Einen Wandgarten einrichten

© vnlit - Fotolia.com

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Auf der Durchfahrt: Man fährt also über eine staubige Landstraße, die in ein Dorf mündet. Am Rande der Straße tauchen die ersten begrünten Häuserfronten auf. Efeu nennt man diese Schlingpflanzen, die sich wie unnachgiebige Schlangen ihren Weg zu den Giebeln suchen. Doch auf den zweiten Blick wirkt der Efeu abgewetzt, starrt vor Schmutz und hat schon eine leicht gräuliche Färbung.

Schlingpflanzen, insbesondere solche, die zur Zierde von Häuserfronten genutzt werden, sind einer ständigen Rus- und Abgasbelastung ausgesetzt. Dies trifft vor allem auf solche Pflanzen zu, die sich in der Nähe einer stark befahrenen Straße befinden. Wenn sich die Hausbesitzer, die von der Pflege dieser Pflanzen, die sich naturgemäß schwierig gestaltet, sichtlich gereizt und launischer werdend, einmal auf Einrichtungsportalen über neue Möglichkeit der Wohnraumbegrünung informieren würden, so ginge ihnen lachend das Herz auf.

Die Rede ist, wie sollte es auch anders sein, von einem sogenannten Wandgarten. Der Wandgarten bildet zusammen mit vielen anderen Wandverzierung eine Möglichkeit, die eigenen vier Wände zu personalisieren. Individuell und in jeder Hinsicht grün und nachhaltig. Mit diesen Schlagwörtern lassen sich Wandgärten wohl am Besten beschreiben. Der Wandgarten im Innenraum erweckt organische Assoziationen. Was im ersten Blick wie ein wild wucherndes, eifrig sprießendes Dickicht aus Schlingpflanzen wirkt (beim Wandgarten wird meist mehr als eine Schlingpflanzenart verwendet), ist in Wahrheit ein kontrolliertes Biotop.

Wartung und Pflege eines Wandgartens nimmt naturgemäß einen enormen Zeitraum in Anspruch. Als Hausbesitzer sollte man sich deshalb gut überlegen, ob man eine derartige Begrünung seiner Wände beispielsweise exotischen Fliesen, oder anderen Wohnungsaccessoires vorzieht. Der Wandgarten hat einen enormen Einfluss auf die Akustik des Raumes. Er dämpft Geräusche, fast wäre es, als säße man auf einer hellen Waldeslichtung.